Kongoreise 2011 — Tagebuch Teil 1

Flug und Ankunft. Kinshasa, Mont Ngafula, der Schulleiter Papa Mandina

Inhaltsverzeichnis Reisetagebuch

Unser stellvertretender Vorsitzende, Dr. Kuyitila, hat in den vergangenen Sommerferien 2011 mit Frau und Kind seine Heimat besucht. Lesen Sie hier, in Form einer Serie, das Tagebuch seiner Frau, Anne Krüger.

13.8.11

Abflug nach gefühlten 100 Stunden Einkaufen und Kofferpacken. Es sind 6 erlaubte Koffer à 23 kg und 1 Reisetasche mit Geschenken für die Schule sowie 3 x Handgepäck und die zwei Notebooks für die Schule. So können wir nicht mit der Bahn fahren, Pia fährt uns zum Glück nach Frankfurt.
Wir müssen 125 € zusätzlich bezahlen, checken aber erleichtert ein.
Justin freut sich riesig auf seinen ersten Flug.

14.8.11

Zwischenaufenthalt in Addis Abeba und mittags landen wir endlich in Kinshasa.

Der Kongofluss bei Kinshasa.
Das Wasser ist hier zu einem natürlichen See aufgestaut. Stromschnellen machen den Strom flussabwärts zum Meer hin unschiffbar. Dafür ist von hier aus das gesamte Kongobecken flussaufwärts erreichbar. Darum haben sowohl die Belgier als auch die Franzosen hier, auf beiden Seiten des Kongo, die jeweilige Hauptstadt ihrer Kolonie gegründet.

Wir warten geduldig am Gepäckband auf unsere Koffer. Das Handgepäck, einen Koffer und eine Sporttasche sichern wir — aber 5 Koffer tauchen nicht auf! Morgen sollen wir wiederkommen.

Zum Glück holen uns Tante Odile und Koko Michel mit ihrem brandneuen Pickup ab. Wir fahren mit (fast leeren) Händen nach Hause und werden von Mama, unserem 12-jährigen Neffen Gandhi und der Angestellten Corneli empfangen, abends kommen Willys Cousine Mimi mit ihrem Mann Josh und dem 3-jährigen Eliakim vorbei um uns zu begrüßen.

15.8.11

Papa Mandina holt uns mit dem roten Bus der Schule ab und nach einem ersten Gespräch fahren wir um 12 Uhr zum Flughafen, um unser Gepäck zu holen. Willy ist optimistisch, ich bin nach unseren diversen schlechten Erfahrungen mit Ethiopian Airlines eher skeptisch, sage aber nichts. Leider bewahrheitet sich mein Gefühl und die lange Fahrt war umsonst. Immerhin bekomme ich von einem verantwortlichen Äthiopier eine Telefonnummer. Lobi — morgen sollen wir anrufen.

Papa Mandina zeigt uns die Innenstadt von Kinshasa, in der sich seit den letzten 3 Jahren viel verändert hat: etliche neue Gebäude, ein großes sehr modernes Krankenhaus, mit den neuesten Geräten ausgestattet, auch der Ausbau der Straße zum Flughafen schreitet voran. Dennoch quälen sich lange Autoschlangen durch enge Stellen und tiefe Sandlöcher.

Der Verkehr hat mächtig zugenommen. Justin genießt es, vorne zu sitzen — aber der Genuss wird jäh unterbrochen. Als wir nach links abbiegen wollen, stellt sich ein Polizist vor das Auto, ein anderer kommt zu Fahrertür. Das Kind muss hinten sitzen — aber eine Ermahnung reicht natürlich nicht aus. 40 $ Strafe sind fällig, nach einigem Diskutieren sind es 10 $ für die eigene Tasche.
Willkommen in Kinshasa!

Der Rückweg zieht sich — embouteillage (Stau) ohne Ende. Wir sind um halb 10 Uhr abends zu Hause.

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